Veranstaltungen 2014

Inhaltsverzeichnis

04.12.2014 – Die Pläne mit der Berolina
Kartografische Exkursionen mit Julius Straube

Einführung: Andreas Matschenz, Kurator der Straube-Ausstellung und Leiter der Kartenabteilung des Landesarchivs Berlin

17 Uhr Ort: Landesarchiv Berlin, Eichborndamm 115-121, 13403 Berlin

Straube-Plan der Stadt Spandau (Ausschnitt) – 1912

Julius Straube (1832-1913) war von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Kaiserreichs der bedeutendste Kartograph und Verleger amtlicher Karten für den Berliner Magistrat, produzierte aber auch für verschiedene preußische und Reichsbehörden sowie für ein breites touristisches Publikum.
Mit einem besonderen Gespür am Puls der Zeit reagierte er frühzeitig auf technische Innovationen und gesellschaftliche Entwicklungen bzw. „übersetzte“ sie künstlerisch und technisch vollendet in Karten.
Bis heute versteckt sich Straubes Persönlichkeit hinter seinem „simultanistischen Reich“ und hinterließ nur fragmentarische Spuren in den archivalischen Quellen.
Die Ausstellung soll daher zu einer Lektüre seiner Pläne im Sinne von kartographischen Exkursionen einladen.
Das Themenspektrum reicht dabei von der Stadtplanung in Berlin sowie in ferneren Städten, über die Stadtökonomie, die Archäologie, die Kommunikationstechnik, den Verkehr, den Tourismus bis zur Berliner Stadtgöttin Berolina, Straubes Verlagssignet.

19.11.2014 – The Map in the Image, the Image in the Map

Prof. Dr. Philippe de Maeyer – Head of Department of Geography Universiteit Gent – Ghent University Belgium

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Hauptgebäude, Raum H6131, Straße des 17. Juni 135 (U-Bf. Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin

If till the 18th Century were luxurious products reserved for the happy few and if in the 19th and 20th century map-use got broader especially by the popularization of the use of topographic maps and the development of thematic mapping, we see today a proliferation of maps often made by non-cartographers and linked to the phenomenon of neo-cartography.
Starting from formal rules of graphic visualization a critical analysis of a broad excerpt of map visualization will be presented: from cartographically shocking examples to original maps.
It is also a reflection if as cartographer we have to interpret the cartographic rules absolutely or if sometimes the map making as realized by non-cartographers can be inspiring for professional cartographers.

Wenn bis zum 18. Jahrhundert luxuriöse Produkte für die wenigen Glücklichen reserviert waren und wenn im 19. und 20. Jahrhundert die Kartennutzung insbesondere durch die Popularisierung der Verwendung topografischer Karten und die Entwicklung thematischer Karten erweitert wurde, sehen wir heute eine Zunahme von Karten oft von Nicht-Kartographen gemacht und mit dem Phänomen der Neokartographie verbunden.
Ausgehend von formalen Regeln der grafischen Visualisierung wird eine kritische Analyse eines breiten Auszugs der Kartenvisualisierung vorgestellt: von kartografisch schockierenden Beispielen bis zu Originalkarten.
Es ist auch eine Überlegung, ob wir als Kartograf die kartografischen Regeln absolut interpretieren müssen oder ob die von Nicht-Kartographen realisierte Kartenerstellung manchmal für professionelle Kartografen inspirierend sein kann.

Präsentation und Diskussion in Englischer Sprache

06.-08.10.2014 – SOMAP

International Symposium on Service-Oriented Mapping Potsdam

Die moderne Produktion von Karten und Kartenanwendungen verwendet immer öfter Geodateninfrastrukturen, deren hauptsächlichen Bestandteile verteilte Daten und Dienste darstellen. Geodateninfrastrukturen folgen hierbei den grundsätzlichen Paradigmen der Service Orientierten Architektur (SOA), welche auf das Erhalten des Systems, das (Ver)Teilen der inhaltlichen Systemkomponenten und das gegenseitige Verwenden der Komponenten abzielen. Als Resultat des Produktionsprozesses stehen Analysen und Visualisierungen, die wegen der Kombination von verteilten Daten und Funktionalitäten Mehrwert für Experten aber auch für die breite öffentliche Anwendung liefern.
Das Symposium bietet den Rahmen, notwendige Entwicklungen, Perspektiven und aktuelle „Best Practices“ der Dienste-Orientierten Kartenproduktion zu präsentieren, auszutauschen und zu diskutieren.

The modern map production and creation of map applications more and more makes use of spatial data infrastructures (SDI). The main building blocks within the SDI are distributed spatial data and services, which follow fundamental Service-Oriented Architecture´s (SOA) paradigm: to maintain the system, to share all system components and to mutually use these components. Analysis and visualization are main results of this production lane,
which offers added values for experts as well as applicants in a wide common use due to the combination of distributed data and functionalities.
This symposium offers a framework to present, exchange and discuss essential developments, perspectives and actual best-practices of service-oriented map production.

Die Kommission für Kartenproduktion und Geobusiness der ICA
(http://mapproduction.icaci.org) und das Hasso Plattner Institut der Universität Potsdam (https://www.hpi.uni-potsdam.de) laden Sie zur Teilnahme an dem Symposium für Dienste-Orientierte Kartenproduktion (somap.cartography.at) ein.


Das Symposium wird vom 6. bis 8. Oktober 2014 in Potsdam, Deutschland stattfinden und in Englischer Sprache abgehalten.

10.07.2014 – Urbane Landschaften:
Risikowahrnehmung und Bewertung des Globalen Wandels in Städten

Dr. Diana Dushkova – Lomonosov Staatliche Universität Moskau, Russland
Geographische Fakultät, Fachbereich Umweltmanagement

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Hauptgebäude, Raum H6131, Straße des 17. Juni 135 (U-Bf. Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin

In Kooperation mit dem Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin und mit der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin

Verschiedene Aspekte des Wandels von urbanen Landschaften sind aufgezeigt, analysiert und bewertet sowie Besonderheiten der Risikowahrnehmung dieses Prozesses in der ausgewählten Regionen Russlands, Deutschlands und Italiens dargestellt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Landschaften von diesen europäischen Städten seit den vergangenen Jahrzehnten der zunehmenden Geschwindigkeit verändert haben und wie sie sich weiter verändern werden. Welche Risiken stellt diese zunehmend verstädterte Landschaft mit Eigenschaften für die Gesellschaft dar und wie sie damit umgehen kann? Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Analyse von einer Vielzahl der Gründe dieses Wandels – sozialer, ökonomischer und politischer. Dabei werden auch gesellschaftliche Wandelprozesse und ihrer Konsequenzen für zukünftige Landschaftsentwicklung kritisch reflektiert. Eine wichtige Rolle wird dem Verständnis von Landschaft bei verschiedenen Akteure des urbanen Raumes gegeben, nämlich wie mit der Gesellschaft sowie den industriellen, wirtschaftlichen und regionalgeographischen Rahmenbedingungen sich auch das Verständnis von Landschaft ändert, weil mit dem Verständnis von Landschaft wandelt sich, wie wir mit ihr umgehen. Mit den im Laufe der Forschung gesammelten Erkenntnissen lassen sich bekannte geschichtliche, kulturelle und natürliche Zusammenhänge infrage stellen und neue entdecken.

19.06.2014 – Datenstrommanagement für Smart Cities

Prof. Dr. Daniela Nicklas – Universität Bamberg Fachgebiet Informatik, insb. Mobile Software Systeme / Mobilität

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Hauptgebäude, Raum H6131, Straße des 17. Juni 135 (U-Bf. Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin

In Kooperation mit dem Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin

Immer mehr Städte möchten den Herausforderungen der Zukunft begegnen, in dem sie mehr und aktuellere Daten über ihre Lebensbereiche erheben und analysieren. Verschiedene „Smart City“-Initiativen arbeiten darauf hin, indem vorhandene und neue Sensoren in der Stadt ein Live-Abbild liefern, sei es über die Verkehrssituation im Individualverkehr oder ÖPNV, sei die räumliche Verteilung des Stadtklimas oder die Energieverbräuche, das dann gebündelt und übergreifend auf Leitständen (z.B. einem sog. Operation Center) dargestellt werden. Damit sollen Entscheidungsträger in Stadtverwaltungen oder Verkehrsunternehmen dabei unterstützt werden, den aktuellen Zustand zu erkennen, zukünftige Entwicklungen zu planen, deren Auswirkungen zunächst zu simulieren und dann nach Umsetzung im Betrieb wieder zu beobachten, ob die gewünschten Effekte auch eingetreten sind. Vor der Einführung solcher Technologie stellen sich jedoch viele Fragen: Welche Sensoren können verwendet werden, und welche neuen würden sich lohnen? Welche Informationen können gewonnen werden und welchen Mehrwert würden diese bieten? Und wie muss die IT-Infrastruktur ausgelegt werden, um mit einer stark wachsenden Sensoranzahl und Datenmenge klar zu kommen? Ausgehend von Smart-City-Szenarien stellt der Vortrag zum einen die Technologie des Datenstrommanagements vor und stellt dabei auch den Smart-City-Simulator ALISE vor, der in einem studentischen Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg 2013 entwickelt wurde.

22.05.2014 – Die amtlichen topographischen Landeskartenwerke der DDR

Besonderheiten der topographisch-kartographischen Kartierung
Dr. Werner Schirm, Berlin

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, Haus 48, Raum 416 (hinter dem Haupthaus) Heinrich-Mann-Allee 103, 14473 Potsdam
Anreise mit ÖPNV: Tram Haltestelle „Kunersdorfer Straße“, PKW-Anreise: Parkplatz direkt an der Heinrich-Mann-Allee – Einfahrt zum Humboldt-Gymnasium

http://www.geobasis-bb.de/LGB1/organisation/org_ansprechp.htm
In Kooperation mit der Landesvermessung und Geoinformation Brandenburg

Nach 1945 konnte im Osten Deutschlands nicht an die Tradition des amtlichen Kartenwesens angeknüpft werden. Es entwickelte sich eine neue, eigenständige, zentral geleitete topographische Kartographie. Im Zeitraum 1954 – 1970 entstanden moderne, einheitliche topographische Landeskartenwerke der DDR in den Maßstäben 1:10 000 – 1:1 000 000, deren Gestaltungsgrundsätze denen der Warschauer Vertragsstaaten entsprachen. Die Kartenwerke wurden von 1971 – 1990 im 5-jährigen Turnus aktualisiert und modernisiert. Charakteristisch waren die hohe Einheitlichkeit, Aktualität, Genauigkeit, Abgestimmtheit und effektive Herstellung. Im Zeitraum 1990 – 2000 wurden die amtlichen Kartenwerke der DDR (Folgemaßstäbe) an die der BRD angeglichen und zu einheitlichen deutschen Landeskarten geführt. Die Topographische Karte 1:10 000 wurde beim Aufbau des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystem (ATKIS) genutzt.

15.-17.05.2014 – Ausstellung „Von Wegen“

Masterstudiengang Europäische Medienwirtschaft – Universität und FH Potsdam

13.03.2014 – Ravenstein-Preisträger

Daniel Müller, Eric Drews,
Dirk Schmidtchen, Michael Köppe

17 Uhr s.t. – Kolloquium der Preisträger – Ort: Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg Haus 48, Raum 416 (hinter dem Haupthaus), Heinrich-Mann-Alle 103, 4473 Potsdam
Anreise mit ÖPNV: Tram Haltestelle „Kunersdorfer Straße“ – PKW-Anreise: Parkplatz direkt an der Heinrich-Mann-Allee – Einfahrt zum Humboldt-Gymnasium

In Kooperation mit der Landesvermessung und Geoinformation Brandenburg

Der Ravenstein-Förderpreis ist ein Preis zur Förderung des kartographischen Nachwuchses in der Bundesrepublik Deutschland. Ausdrückliche Zielsetzung der Stifterin Helga Ravenstein war es, den kartographischen Nachwuchs in Deutschland zu fördern, um ein hohes Niveau in der beruflichen Ausbildung nachhaltig zu sichern. Mit einer Prämierung stellen die Preisträger ihre besondere Qualifikation unter Beweis.
Seit 1999 nehmen Auszubildende Kartographen/in und seit 2012 Auszubildende Geomatiker/in der LGB am Ravenstein-Förderpreis teil. In den letzten vier Jahren belegten sie einen zweiten und drei erste Plätze. Dabei wurden die unterschiedlichsten Produkte eingereicht. Unter Anderem eine Karte von Potsdam mit GeoCache-Koordinaten, ein Flyer mit Umgebungskarte der Gedenkstätte Leistikowstraße in Potsdam, sowie die im heutigen Kolloquium vorgestellte Infotafel im Format 1 Meter mal 2 Meter vom Trigonometrischen Punkt I. Ordnung „Götzer Berg“ (Daniel Müller + Eric Drews) und die Höhenmodelle des Baruther Urstromtals in Anlehnung am geo.top.art-Stil. (Dirk Schmidtchen + Michael Köppe)

Austellungstafel „Götzer Berg“ (Preis 2012)
Gestaltung der Ausstellungstafel am Götzer Berg in der Gemeinde Groß Kreutz. Die Ausstellungstafel wurde 2012 mit dem ersten Preis beim Ravenstein-Förderpreis für Auszubildende ausgezeichnet.
Die Begründung der Jury:
„Eine adressatengerechte und attraktive Arbeit, die ein geodätisches Thema kartographisch in Szene setzt und damit das Handlungsspektrum des Berufs Geomatiker ideal erfasst.“
Damit waren die Auszubildenden der LGB die ersten Geomatiker, die in der Bundesrepublik diesen Preis errangen.
Auf der Tafel wird die Geschichte des trigonometrischen Punktes 1. Ordnung in anschaulicher Weise dargestellt. Die Tafel wurde anlässlich des deutschen Wandertages 2012 unmittelbar am neu entstandenen Aussichtsturm Götzer Berg im großen Rahmen eingeweiht.

„Kultur- und Naturgeschichte des Baruther Urstromtals“ (Preis 2013)
Im Rahmen der Sonderausstellung „Kultur- und Naturgeschichte des Baruther Urstromtals“ wurde ein Projekt der auszubildenden Geomatiker der LGB in Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeitsarbeit der LGB im Dezember 2011 begonnen. Ziel war es, den Besuchern und Gästen der Ausstellung im Museumsdorf Glashütte das Baruther Urstromtal auf eine moderne und anspruchsvolle Weise vertraut zu machen. Hierzu sollten die Höhenmodelle des Baruther Urstromtals in Anlehnung am geo.top.art-Stil farbverändert erstellt werden. Geo.top.art ist ein Kunststil, bei dem Laserscanaufnahmen der Erdoberfläche durch den Effekt von Plastizität, Licht, Schatten und Farbe eine neue Perspektive für das Auge des Betrachters erschaffen. Die geographische Oberflächenstruktur des Urstromtals sollte durch die abstrakte Darstellungsform das Interesse des Betrachters wecken und ihm ermöglichen, eine Karte auch aus einem künstlerischen Blickwinkel zu betrachten. Zu den insgesamt 25 Exponaten gehören u.a. Panoramakarten aus aktuellen Topographischen Karten und Urmesstischblättern, historische Karten und erläuternde Informationstexte über Laserscanning, geo.top.art und das Berufsbild des Geomatikers.
Die Ausstellungseröffnung fand anlässlich des 112. Deutschen Wandertags am 17. Juni 2012 im Museumsdorf Glashütte statt und endete am 28.10.2012. Die Ausstellung war ein voller Erfolg und das Projekt fand großen Anklang bei den Besuchern.

Farbbild aus Laserscan-Daten

13.02.2014 – Rot ist nicht gleich Rot – Farben in der digitalen Kartographie

Mag. rer. nat. Beate Weninger – HafenCity Universität Hamburg g2lab – Labor für Geoinformatik und Geovisualisierung

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Hauptgebäude, Raum H6131, Straße des 17. Juni 135 (U-Bf. Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin
In Kooperation mit dem Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin

Ausführungen am Beispiel eines Farbschemas zur Darstellung des Lärmpegels in Straßenlärmkarten
“Of all the elements of map making, color probably has the distinction of being among the most frustrating to the cartographer” (Robinson, 1967). Werden Farben zur Darstellung von quantitativen Informationen „richtig“ eingesetzt, haben sie die Macht Muster in den Daten offenzulegen. Bei unpassender Farbwahl hingegen, können Kartenleser bei der Karteninterpretation, z.B. durch Hervorheben unwichtiger Informationen, in die Irre geführt werden.
Eine große Anzahl kartographischer Arbeiten hat sich dem Thema Farbdesign gewidmet, angefangen mit Ausführungen zur Höhendarstellung bis zu Brewers ausführlichen Grundlagen (z.B. Brewer, 1994), die nach wie vor den Maßstab darstellen. Dennoch finden wir uns heute in einer Situation wieder, in der viele Karten im Internet ein „nachlässiges“ Farbdesign aufweisen. Dies ist unter anderem der Tatsache zu verschulden, dass Farbdesign für Bildschirmkarten kein triviales Unterfangen ist: Die große Anzahl von Geräten auf denen digitale Karten aufgerufen werden, die verschiedenen Auflösungen dieser und die Nutzungskontexte und damit unterschiedlichen Blickwinkel, stellen große Anforderungen an das Farbdesign dar. Dazu kommen physiologische Aspekte der Farbwahrnehmung, wie zum Beispiel Farbsehschwächen, oder dass stark gesättigte Farben, vor allem Gelb, im Gegensatz zu anderen Farben, aus dem Kartengefüge hervortreten. Psychologische Aspekte spielen jedoch ebenso eine große Rolle, so sind gelernte Assoziationen, wie Rot als Warnfarbe, bei der Interpretation zu berücksichtigen.
Dieser Beitrag schafft einen Überblick über genannte Aspekte, die beim Farbdesign zu berücksichtigen sind und gibt beispielhaft Einblicke in die Entwicklung eines Farbschemas für den konkreten Anwendungsfall der Straßenlärmkarten.

30.01.2014 – Benutzerdefinierte Geodatengenerierung mit Schwerpunkt Datenqualität

M.Sc. Silvija Stankute – Bad Freienwalde

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Hauptgebäude, Raum H6131, Straße des 17. Juni 135 (U-Bf. Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin
In Kooperation mit dem Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin

Es ist unumstritten, dass die Geoinformation, als wertvolle wirtschaftliche Ressource, eine wichtige Bedeutung in der Industrie angenommen hat. Es besteht ein erheblicher Bedarf an einheitlichen Daten für eine bestimmte, oft interregionale räumliche Abdeckung. Eine effektive Nutzung und Pflege von Geodatenbeständen erfordert die Harmonisierung heterogener Geodaten nach den jeweiligen anwendungsspezifischen Qualitätsvorgaben.
Es gibt einige Ansätze zur Harmonisierung von Geodaten. Im Vortrag wird ein Überblick über existierende Ansätze zur Harmonisierung von Geodaten verschafft. Darüber hinaus wird ein neuartiges Konzept zur Optimierung vorhandener Geodatensätze vorgestellt. Dessen Ziel ist es, aus einer Vielfalt heterogener Vektor-Datensätze einen optimalen Geodatensatz zu generieren. Ein in einem automatisierten und benutzerdefinierten Fusionsprozess generierter Datensatz besitzt somit die optimalen geometrischen und/oder semantischen Eigenschaften. Mit dem Datenfusionssystem DaFuS wurde dieses Konzept umgesetzt. Die Ergebnisse des DaFuS werden im Vortrag vorgestellt und anschließend diskutiert.

16.01.2014 – Neujahrsempfang

16.01.2014 – Lernen von Charles Joseph Minard:
Neue Wege zur Abbildung von Zeit

Prof. Dr. Menno-Jan Kraak – Department of Geoinformation Processing – Faculty of Geoinformation Science and Earth Observation Universität Twente, Enschede (Niederlande)
Vizepräsident der International Cartographic Association

17 Uhr s.t. – Kolloquium – Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Simon-Bolivar-Saal, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin

Im Jahr 1983 behauptete Edward Tufte, dass J. Minard im Jahr 1869 mit der berühmten „Figurativen Karte der fortlaufenden Verluste von Soldaten der Französischen Armee während des Russlandfeldzuges 1812-1813“ möglicherweise eine der besten Grafiken aller Zeiten gemacht hat.

Ist es möglich, diese Karte zu verbessern?
Nach der Rekonstruktion des Datensatzes, auf dem Minards Karte basiert, werden moderne Verfahren zur Geovisualisierung eingesetzt, die zu einer breiten Vielfalt von Alternativen führen. Dazu gehören verschiedenen Ausführungen zum Verlauf des Feldzuges, dreidimensionale Darstellungen von Zeit, Raum und Attributen, Animationen und interaktive explorative dedizierte Umgebungen.
In diesem Beitrag wird diskutiert, inwieweit diese Alternativen die Geschichte vom russischen Feldzug Napoleons wirklich besser erzählen. Wie zu erwarten, kommt es für die Wahl einer bestimmten Darstellung auf den Kontext und auf die expliziten Fragen an.
Zusätzlich werden einige erste Ideen zur strukturellen Analyse temporaler Daten für die Abbildung von Zeit vorgestellt.

Im Anschluss an das Kolloquium laden wir dort zu unserem nunmehr schon traditionellen Neujahrsempfang ein.

09.01.2014 – Karten-Webapplikationen – Aktuelle Entwicklungsarbeiten beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

M.Eng. Manuel Fischer – Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Frankfurt a.M.Referat GI7, Abteilung Geoinformation

17:00 Uhr s.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik, Hörsaal H6131, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Geodätischen Kolloquium des DVW Berlin-Brandenburg e.V.,
DVW Berlin-Brandenburg e.V., c/o LGB, Heinrich-Mann-Allee 103, 14473 Potsdam – www.dvw.de
der Sektion Berlin-Brandenburg der DGfK und des Instituts für Geodäsie und Geoinformationstechnik der TU Berlin

Karten-Webapplikationen auf mobilen Kommunikationsgeräten gewinnen eine immer stärkere Bedeutung. Der Referent ist als Entwickler beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie tätig und informiert über aktuelle Entwicklungen wie die einer deutschlandweiten webbasierten 3D-Geländedarstellung auf Grundlage der OpenWebGlobe-Software, Implementierung von Beispielanwendungen gestengesteuerter Kartennavigation mit dem „Natural User Interface for Kinect“ und einer mobilen Webkarten-App auf OpenLayers-Basis.

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