Veranstaltungen 2013

19.11.2013 – Methoden und Anwendungen in der Echtzeitkartographie

Dr. Christophe Lienert – Baden (Schweiz)

18 Uhr s.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Hauptgebäude, Raum H6131, Straße des 17. Juni 135 (U-Bf. Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin
In Kooperation mit dem Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin

Zur Entscheidungshilfe im Bereich Umweltmonitoring und Frühwarnung vor Naturgefahren, z.B. dem Hochwasserschutz, benötigen Fachleute leicht verfügbare Echtzeit- und Vorhersagedaten und daraus abgeleitete Visualisierungen. Was bisher manuell oder halb-automatisch erfolgte, nämlich die Akquisition, Harmonisierung, Speicherung, Verarbeitung, Visualisierung und Archivierung der relevanten Daten, sollte heute vollautomatisch, zeitnah und möglichst störungsfrei ermöglicht werden.
Die im Vortrag präsentierten zwei Online-Systeme und die darin generierten kartographischen Visualisierungen basieren auf anpassbaren Datenmodellen, welche mit zusätzlichen Mess- und Modelldaten erweiterbar sind. Über grafische Benutzerschnittstellen werden sowohl die momentane und vorhergesagte, als auch die historische hydrologische Situation in Form von thematischen Karten und Animationen präsentiert. Diese Karten werden nach den Bedürfnissen der Anwender in Echtzeit und automatisch aufbereitet. Sie lassen sich darüber hinaus interaktiv in unterschiedlichen Detaillierungsgraden und Kombinationen darstellen.
Die Projektskizze des nun im Kanton Aargau (Departement Bau, Verkehr und Umwelt) anlaufenden, mehrjährige Projekts EnVIS dient als Ausblick, nimmt die zuvor gezeigten Anwendungen und Konzepte auf und setzt diese in den Kontext mit den heutigen Bedürfnissen von Verwaltungen und Behörden.

14.10.2013 – Topographische Kartierung in der Ukraine nach 1991

Dr. Rostyslav Ivanovych Sossa – Direktor des staatlichen wissenschaftlichen Produktionsunternehmens “Kartographia”, Präsident der Ukrainischen Kartographischen Assoziation Kyiv, Ukraine

17 Uhr s.t. – Kolloquium – Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Simon-Bolivar-Saal, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin

Am 1. November 1991 wurde die Hauptverwaltung für Geodäsie, Kartographie und Kataster beim Ministerkabinett der Ukraine (gekürzt: Ukrgeodeskartographia) für die topographisch-geodätische und kartographische Sicherstellung der Bedürfnisse des Staates gegründet. Acht auf dem Territorium der Ukraine tätige Betriebe und Organisationen des ehemaligen Ausschusses für Geodäsie und Kartographie der UdSSR wurden ihre Struktureinheiten. Nach der Verkündigung der Unabhängigkeit der Ukraine am 1. Dezember 1991 erfolgte die Bildung des Topographischen Dienstes der Wehrkräfte der Ukraine. Heute ist die staatliche Agentur für Kataster der Ukraine ein zentrales Organ der vollziehenden Gewalt auf dem Gebiet der topographisch-geodätischen und kartographischen Tätigkeit.
Für die Durchführung der topographischen Kartierung wurden nationale Referenzunterlagen ausgearbeitet. Als Basis dazu dienten vorherige sowjetische Vorschriften. Im Jahre 1993 wurde der Beschluss gefasst, topographische Kartenwerke in der Staatssprache (Ukrainisch) herauszugeben. Am З1. Januar 2007 wurde in der Ukraine das staatliche geodätische Referenzkoordinatensystem USK-2000 eingeführt. In den letzten Jahren wurden die meisten Beschränkungen bezüglich der Geheimhaltung der topographischen Information aufgehoben.
Das Territorium der Ukraine ist völlig mit den topographischen Karten im Koordinatensystem des Jahres 1942 in Maßstäben 1:50 000 (1 974 Blätter), 1:100 000 (636 Bl.), 1:200 000 (157 Bl.), 1:500 000 (26 Bl.), 1:1 000 000 (9 Bl.) bedeckt. Topographische Karten der Maßstäbe 1:10 000 und 1:25 000 wurden in den Koordinatensystemen von 1942 und 1963 geschaffen und sie bedecken im Allgemeinen auch das ganze Territorium der Ukraine. Nach 1997 wurde die Tätigkeit auf dem Gebiet der Schaffung und Aktualisierung der topographischen Karten wesentlich reduziert.
Deshalb ist der Inhalt der meisten topographischen Karten der Maßstäbe von 1:10 000 bis 1:200 000 von Informationsalterung gekennzeichnet und entspricht dem heutigen Zustand der Gegend nicht.

07.05.2013 – Aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Kartierung statistischer Daten

Dr.-Ing. Udo Maack – Geo-Consultant, Berlin

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Hauptgebäude, Raum H6131, Straße des 17. Juni 135 (U-Bf. Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin
In Kooperation mit dem Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin

Zunächst erfolgt eine kurze Einführung in die Charakteristika statistischer Daten (Quellen, Speicherung, sowie Arten der Weitergabe an die Nutzer), gefolgt von einer Erläuterung der Rolle der Georeferenzierung im Datenaufbereitungsprozess, der geostatistischen Analyse und der kartographischen Ergebnisdarstellung.
Anschließend werden die Chancen und Herausforderungen der Integration statistischer Karten in eine Geodateninfrastruktur angesprochen.
Bekannte, neue und zukünftige Anwendungen werden vorgestellt und bieten die Möglichkeit zur Diskussion.

21.03.2013 – Standardisierung Geographischer Namen im Rahmen der UNGEGN

Dr. Ferjan Ormeling – Zeist, Niederlande – Vice-chair UNGEGN

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, Alexander-von-Humboldt-Haus, Arno-Holz-Str. 14, 12165 Berlin (Steglitz), Großer Saal
In Kooperation mit der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin e.V.

Streitigkeiten über geographische Namen waren immer schon so aufreibend , dass ihre Behebung einer der Anlässe war für die Gründung der United Nations Group of Experts on Geographical Names (UNGEGN) in 1960. Nach der ersten UN Konferenz zur Standardisierung geographischer Namen in 1967 ist der UNGEGN permanent mit den erforderlichen Aufgaben und mit der Förderung der Standardisierung beschäftigt. Dazu ist jetzt die Erkenntnis gekommen, dass geographische Namen ein wesentliches Element der nationalen Infrastruktur für raumbezogene Daten darstellen.
Aus der Praxis der UNGEGN-Arbeiten werden Beispiele gezeigt wie man bei der Ausbildung operiert, und wie man ‘best practices’ entwickelt hat zur nationalen und internationalen Standardisierung, damit man in jedem Schriftsystem nur eine Version jedes Namens behält. Man wird eingeführt in Projekte wie EuroGeoNames und das Pilot Gazetteer Projekt, die im Rahmen der UNGEGN entwickelt worden sind, und die zeigen, dass die Kartographie mehr vermag als räumliche Daten zu kommunizieren, nämlich auch die Interoperabilität zwischen verschiedenen Datenbeständen zu ermöglichen.

10.01.2013 – Neujahrsempfang

Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Simon-Bolivar-Saal Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin

Fotos: Yannick Tylle

10.01.2013 – Geoinformation für das Katastrophenmanagement


Potential, technische Aspekte und ausgewählte Anwendungen

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reinhardt – AGIS, Institut für Angewandte Informatik UniBw München

17 Uhr s.t. – Kolloquium – Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Simon-Bolivar-Saal Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin

Die Bedeutung von Geoinformationen (GI) für alle Phasen des Katastrophenmanagements (KM) ist nach allgemeiner Einschätzung als sehr hoch anzusehen. In den letzten Jahren gab es eine Vielzahl von Konferenzen, Workshops, Zeitschriftenbeiträgen, Forschungsprojekten, Methodische / Softwareentwicklungen etc. die sich dem Thema widmeten. Beispielsweise wurden vom BMBF gemeinsam mit der DFG ein spezifisches Programm zum Thema Frühwarnsysteme aufgelegt in dem 10 Forschungsprojekte gefördert wurden, an dem auch die Stelle des Vortragenden beteiligt war.
In dem Vortrag wird zunächst das Potential von Methoden der Geoinformatik und Kartographie für KM an Hand ausgewählter Beispiel aus Forschungsprojekten und Anwendungen dargestellt. Da heute Geoinformation mehr und mehr über sog. Geo Web Services genutzt wird, steht dieses Thema ebenfalls im Fokus des Vortrags. Dies erfolgt an Hand einer Anwendung die im Rahmen des Eu-Alpine-Space Projektes „TranSafe-Alp“ prototypisch durch die AGIS entwickelt wird. Die Breite des Themas erfordert naturgemäß eine Auswahl aus der Sicht des Vortragenden.
Im Anschluss an das Kolloquium laden wir dort zu unserem nunmehr schon traditionellen Neujahrsempfang ein.

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