Veranstaltungen 2011

10.11.2011 – INSPIRE Implementation

Polish and Cross-Border Experiences

Dr. Marek Baranowski – Director, Institute of Geodesy and Cartography Warsaw (Poland)

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Technische Universität Berlin Hauptgebäude, Raum H6131, Straße des 17. Juni 135 (U-Bf. Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin
In Kooperation mit dem Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin

The main effort of the organizations responsible for the implementation of the EU INSPIRE Directive in Poland is nowadays reconstructing several elements of the national spatial information infrastructure. It covers all alterations to the legal regulation, but also restructuring existing public registers and their databases, as well as changes in organizational support of the infrastructure. The problem of harmonization of existing data resources to the INSPIRE implementing rules will be discussed in the context of the strategy for implementing INSPIRE in Poland. The role of the official cartography is redefined as well as its influence by the process of introducing new geoinformation modeling to the practice. There will be presented also the scope and progress in cross-border cooperation of the Surveyor General of Poland and three geodetic and cartographic authorities in Brandenburg, Mecklenburg and Saxony.

Die Hauptanstrengung der für die Umsetzung der EU-INSPIRE-Richtlinie in Polen zuständigen Organisationen besteht heutzutage darin, mehrere Elemente der nationalen Geoinformationsinfrastruktur zu rekonstruieren. Es umfasst alle Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen, aber auch die Umstrukturierung bestehender öffentlicher Register und ihrer Datenbanken sowie Änderungen bei der organisatorischen Unterstützung der Infrastruktur. Das Problem der Harmonisierung bestehender Datenressourcen mit den INSPIRE-Durchführungsbestimmungen wird im Rahmen der Strategie zur Umsetzung von INSPIRE in Polen erörtert. Die Rolle der offiziellen Kartographie, sowie ihr Einfluss, werden durch den Prozess der Einführung neuer Geoinformationsmodelle in die Praxis neu definiert. Außerdem werden Umfang und Fortschritte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit des polnischen Generalvermessers und dreier geodätischer und kartografischer Behörden in Brandenburg, Mecklenburg und Sachsen vorgestellt.

Vortrag und Diskussion in englischer Sprache

27.05.2011 – 60 Jahre Sektion Berlin-Brandenburg der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e.V.

Festveranstaltung

15 Uhr c.t. Ort: Rathaus Spandau Bürgersaal, 2. OG, Carl-Schurz-Str. 2/6, 13597 Berlin

Die Sektion Berlin-Brandenburg der Deutschen Gesellschaft für Kartographie ist vor 60 Jahren gegründet worden. Dies ist Anlass für uns, einen Rückblick auf besondere Ereignisse in dieser Zeit zu nehmen und unsere Positionierung in der Region, im Bundesverband und im internationalen Rahmen deutlich zu machen.
60 Jahre erfolgreiche, intensive Arbeit für die Kartographie in allen ihren Aspekten zeugen von einer besonders hervorgehobenen Sichtbarkeit der Ergebnisse so vieler Mitglieder dieser DGfK Sektion. Die überwiegende Zahl der Kommissionsleiter der DGfK arbeitet in unserer Region und die Kartographie ist hier sowohl in der Wissenschaft als auch in Verwaltung und Wirtschaft ein insgesamt hervorragender Faktor.

Programm

Begrüßung Dipl.-Ing. Horst Kremers (Sektionsleiter DGfK Berlin-Brandenburg)
Grußworte Prof. Dr. Hartmut Asche (Präsident, Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin)
Prof. Dr.-Ing. Thomas Kolbe (Vizepräsident der DGPF)
Dipl.-Ing. Gunthard Reinkensmeier (DVW Berlin-Brandenburg)

Zur Geschichte der DGfK Sektion Berlin-Brandenburg
Dipl.-Geogr. Wolfram Pobanz

Praxis der Kartographie im Wandel
Dipl.-Ing. Sabine Stengel, cartogis GmbH, Berlin

Von der Landkartentechnik zur Geomatik
Dipl.-Geogr. Dirk Zellmer, Fachbereichsleiter Kartographie, Ernst-Litfaß Oberstufenzentrum Berlin

Zusammen mit unseren Gästen sowie Vertretern und Mitgliedern unserer Nachbarverbände lassen wir diese Veranstaltung bei einem Empfang ausklingen

17.05.2011 – Risikoinformation

Dipl.-Ing. Horst Kremers – Vorsitzender, CODATA-Germany, Berlin

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, Alexander-von-Humboldt-Haus, Arno-Holz-Str. 14, 12165 Berlin (Steglitz), Großer Saal
In Kooperation mit CODATA-Germany Deutsches Nationalkomitee für das Committee on Data for Science and Technology des International Council for Science ICSU
und in Kooperation mit der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin e.V.

Die letzten Jahre verzeichnen einen raschen Anstieg der Diskussion und der technischen Entwicklung für die Ermittlung, Darstellung und Verwendung von Risikoinformation. Die weltweite Verbreitung natürlicher und technischer Gefahrenlagen, Krisen und Katastrophen erfordert neben der Akuthilfe auch detaillierte und komplexe Informationen über Fakten und Risiken. Traditionell haben die breiten Erfahrungen aus den Bereichen Geoinformation und Umweltinformatik / nachhaltige Entwicklung hierzu einen hohen Leistungsbeitrag in der Beschreibung, Verfügbarkeit und Auswertung von Informationsbeständen für die unterschiedlichsten Zwecke im gesamten Desaster-Zyklus vom Alarm/Ersthilfe bis zur Unterstützung von präventiven Maßnahmen zur Linderung der Auswirkung von Krisen und Katastrophen. Alle Betroffenen und Hilfsorganisationen haben ein sehr hohes Bewusstsein über die Bedeutung einer transparenten Beobachtung, Entscheidungsfindung (politischen und individuellen) und Überwachung der Zielerreichung mithilfe von Prozessen aus entsprechenden Aktionslinien und Workflows.
Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Kolloquium bildet die aktuelle Information über den internationalen Erfahrungsaustausch anlässlich der 3. Global Platform for Disaster Reduction, Genf, 8.-13. Mai 2011. Die globale Plattform zur Katastrophenvorsorge wurde als Forum für Informationsaustausch und Diskussion der neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse sowie für den Aufbau von Partnerschaften etabliert, mit dem Ziel, die Umsetzung der Katastrophenvorsorge durch bessere Kommunikation und Koordination zwischen den Akteuren zu verbessern. Diese globale Plattform wird durch das UN ISDR-Büro (Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge) koordiniert und ist heute die weltweit führende Zusammenkunft von Interessengruppen für die Verringerung des Katastrophenrisikos.

31.03.2011 – Kulturlandschaftsforschung in einer Internet-GIS-Umgebung

Prof. Dr.-Ing. Ralf Bill – Geodäsie und Geoinformatik, Universität Rostock

17 Uhr s.t. – Kolloquium – Ort: Beuth Hochschule Haus Bauwesen 4. Stock , Raum 452, Luxemburger Str. 10, 13353 Berlin
In Kooperation mit dem DVW Berlin-Brandenburg e.V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement

Die Überführung von Kulturbeständen von der analogen in eine digitale Form hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Zahlreiche Fördermittel gehen in die Digitalisierung ganzer Bibliotheksbestände, aber auch kommerzielle Firmen wie Microsoft oder Google versuchen, große analoge Bestände wie Bücher, Gemälde etc. in digitale Form zu überführen. Digital lassen sich solche Daten dann wesentlich einfacher einer großen Nutzer-, speziell aber auch einer interessierten Wissenschaftlergemeinde zugängig machen. Dabei sind je nach Digitalisat die technischen und organisatorischen Voraussetzungen fachspezifisch zu entwickeln. Das Ziel des hier beschriebenen Forschungsvorhabens ist es, eine virtuelle Forschungsumgebung für die interdisziplinäre Kulturlandschaftsforschung aufzubauen. Dabei soll der Mecklenburgische Raum über fast 250 Jahre betrachtet werden. Ausgehend von georeferenzierten Altkarten ab 1786 über moderne Luft- und Satellitenbilddaten der letzten gut 30 Jahre bis hin zu aktuellen Geoinformationen sollen somit raum-zeitliche Forschungsfragen auf unterschiedlichen Skalenebenen in Raum (regional 1:200.000 bis lokal 1:25.000) und Zeit (250 Jahre in 3 Zeitschnitten, die letzten 30 Jahre ebenfalls in 3 Zeitschnitten und aktuelle Daten) bearbeitet werden. Als Virtuelles Kulturlandschaftslaboratorium wird es von der Professur GG konzipiert und entwickelt, am Rechenzentrum (RZ) gehostet und Schnittstellen zur Nutzeradministration, zu Datenbanken (z.B. Bilddatenbank) und Diensten sowie zur Digitalen Bibliothek (UB) entwickelt und bereitgestellt. VKLandLab beinhaltet neue Entwicklungen und integriert verschiedenste bereits bewährte Komponenten datenbezogener Infrastrukturen wie z.B. InternetGIS, Wikis, Blogs, Projektmanagement, Virtuelle Organisationen, Primärdatenrepositorien, Authentifizierungsstrukturen, Data-Tagging usw. Im Vordergrund steht der Aufbau einer datenbezogenen Infrastruktur und einer Arbeitsplattform, die es Fachwissenschaftlern aus unterschiedlichsten Disziplinen ermöglicht, fachliche Fragestellungen in Raum und Zeit zu bearbeiten.

24.02.2011 – Der Bürger als Sensor

Dr. Peter Ladstätter – Geschäftsführer der ESRI Deutschland GmbH Kranzberg

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Simon-Bolivar-Saal, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin

Millionen Bürger erfassen Geoinformation, einige wenige ganz bewusst, viele ohne es zu merken. Die meisten Smartphone sind heute mit GPS ausgestattet, Fotos werden lokalisiert (Geotagging), kaum ein Autofahrer ohne Navigationsgerät. Die großen sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter haben längst Geofunktionen integriert. Daraus ergeben sich neue Geschäftsmodelle, wie beispielsweise Crowd Sourcing und es entstehen neue Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und Bürger. Klassische Disziplinen wie Vermessung und Kartographie müssen lernen, wie sie mit dem massenhaften Auftreten von Amateuren in ihrem Metier umgehen. Damit öffnen sich auch neue Quellen des Wissens über unsere Umwelt und Gesellschaft. In dem Vortrag werden die technischen und wirtschaftlichen Triebkräfte dieses Wandlungsprozesses beschrieben und neue Chancen für das Geoinformationswesen zur Diskussion gestellt.

11.01.2011 – Neujahrsempfang

Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Simon-Bolivar-Saal, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin

11.01.2011 – Über die Entwicklung der kartographischen Arbeiten des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG)

Prof. Dr. Dietmar Grünreich – Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie Frankfurt/Main

17 Uhr c.t. – Kolloquium – Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Simon-Bolivar-Saal, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin

Nach einem kurzen geschichtlicher Rückblick auf die Vorgänger des BKG, die den Bedarf an topographischen Informationen auf nationaler Ebene zu decken hatten, werden, mit Bezug auf den Auftrag des BKG, die rechtlichen, organisatorischen und theoretisch-konzeptionellen Rahmenbedingungen sowie die modernen technologischen Möglichkeiten betrachtet, die die Entwicklung der kartographischen Arbeiten des BKG beeinflusst haben und künftig beeinflussen werden. Präsentiert werden die Beiträge zur amtlichen topographischen Kartographie, die im BKG durchgeführte datenbankgestützte Kartenbearbeitung und die Bereitstellung der kartographischen Produkte auf allen modernen Medien durch das Geodatenzentrum, die Ausrichtung der künftigen kartographischen Arbeiten im Kontext der Geodateninfrastrukturen auf die moderne Theorie der Kartographie sowie die Beiträge des BKG zu den kartographischen Arbeiten auf europäischer Ebene. Zum Schluss wird ein kurzer Ausblick auf die aktuelle Entwicklung einer gesetzlichen Grundlage für die Arbeiten des BKG und die Einführung der Ausbildung zum Geomatiker gegeben.

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